Der Kirchenchor bringt am Schmerzenfest Freitag, den 11. April 2014  mit Orchesterbegleitung die

„Missa in C“,

besser bekannt als "Die Spatzenmesse"

das Ave verum corpus

beides von Wolfgang Amadeus Mozart
1756 -1791

das Stabat mater von Nanini

sowie "Mutter Maria" von Kirchenmusiker Mathias Wolf

zur Aufführung

 

Wolfgang Amadeus Mozart:
Das geistliche Vokalwerk
Urtext – komplett bei Carus

Es gibt viele Belege, aus denen hervorgeht, dass sich Wolfgang Amadeus Mozart seiner kompositorischen Kunst und Bedeutung auch für die Kirchenmusik bewusst war. So etwa, wenn er betont, dass „Salieri sich nie dem kirchen Styl gewidmet (hat), ich aber von Jugend auf mir diesen Styl ganz zu eigen gemacht habe.“ Der größte Teil seiner geistlichen Vokalmusik entstammt der Jugendzeit Mozarts, in der er (seit 1769) als Erzbischöflicher Konzertmeister in Salzburg angestellt und zur Komposition orchesterbegleiteter Kirchenmusik aufgefordert war.

Mozarts „kirchen Styl“ basiert auf dem Gleichgewicht kontrastierender Elemente und der Synthese von weltlicher und geistlicher Musik. Er bringt die Ansprüche von Kunst und Kultus, die liturgischen Forderungen und das künstlerische Streben nach autonomen musikalischen Formen zum Ausgleich. Dies gelingt ihm durch Übernahme von Formen, Stilen und Techniken aus dem Bereich der Oper (Arienformen, Koloraturgesang) und der Instrumentalmusik (Sonaten- und Rondoformen, sinfonischer Orchesterstil).

Das Klangspektrum reicht vom A-cappella-Stück über kammermusikalisch besetzte Werke bis zur großen Komposition sinfonischen Zuschnitts, die vom konzertanten Miteinander von Soli, Chor und Orchester lebt. Der religiös-musikalische Ausdruck bedient sich sowohl des maßvollen, alten kontrapunktischen Satzes als auch der „dramatischen“ modernen Tonsprache.

Die ganze Breite und faszinierende Vielfalt dieses kirchenmusikalischen OEuvres – von der spätbarocken Jugendkantate bis zum meisterhaften Spätwerk – wird sichtbar und für die Praxis erschlossen durch die Carus-Ausgaben sämtlicher geistlicher Kompositionen Mozarts. Sie stellen der musikalischen Praxis das vollständige Aufführungsmaterial zur Verfügung: Dirigier- und Chorpartitur, Stimmen, Klavierauszug und auch eine separate Orgelstimme zu jedem Einzelwerk.

Das hier in kritischen Ausgaben (Urtext) vorliegende Material ist von Spezialisten erarbeitet worden und spiegelt deutlich die kompositorischen und aufführungspraktischen Absichten des Komponisten – die beste Voraussetzung für eine historisch authentische Aufführung.

Lateinische Messen (nach KV)
und Requiem

Die Missa brevis ist bei Wolfgang Amadeus Mozart eine konzentrierte und prägnante Vertonung des vollständigen Ordinariumstextes. Der Orchesteranteil wird meist auf das „Kirchentrio“ mit zwei Violinen, Bass und Orgel beschränkt (in Salzburg üblicherweise durch drei, den Chor verstärkende Posaunen ergänzt) und in seiner Dauer durch straffe Durchkomposition des Textes begrenzt, gelegentlich mit zeitsparendem gleichzeitigem Vortrag verschiedener Textteile.

Die besondere Festlichkeit der Missa solemnis entsteht aus einer Hinzunahme von Bläsern und Pauken, selbstständiger Führung des Orchesters und breiterer, zum Teil dramatisch-kontrastreicher Gestaltung des musikalischen Satzes. Die Einzelsätze werden oft motivisch oder durch Übernahme ganzer Abschnitte zyklisch miteinander verbunden.

Den Jugendwerken stehen einzelne Werke aus den späteren Jahren (1782/83 und 1791) gegenüber: die große, anspruchsvolle c-Moll-Messe und das berühmte Requiem. Beide sind – aus unterschiedlichen Gründen – Fragment geblieben, werden hier aber mit Ergänzungen publiziert.

aus: http://www.carus-verlag.com/images-intern/pdf/MOZARTWeb.pdf